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Aufzeichnung

Im Dialog Aufzeichnung nehmen Sie alle Einstellungen vor, die das Speichern von Alarmen betreffen.

MOBOTIX-Kameras bieten die Möglichkeit, zwischen drei unterschiedlichen Aufzeichnungsverfahren zu wählen:

Die Aufzeichnungsverfahren sind unabhängig von der gewählten Kodierungsart (JPEG, MxPEG). Die höchste Bildrate und die effizienteste Speicherung lassen sich allerdings nur mit dem MOBOTIX-eigenen Verfahren MxPEG erzielen.

Parallel zu einer ereignisgesteuerten Aufzeichnung können zyklisch Historienbilder im Ringpuffer abgespeichert werden. Ihr Bildformat kann sich von Live-Bild unterscheiden. Damit besteht die Möglichkeit, beispielsweise zu einer ereignisgesteuerten Video-/Audioaufzeichnung im VGA-Format (640x480 Pixel) zusätzlich noch alle 10 Minuten ein Megapixel-Bild (1280x960 Pixel) zu speichern.

Hinweise:

Ablauf der Aufzeichnung

Die Kamera speichert die Bildserien und Aufzeichnungen mit Ereignisnummern ab. Dabei bekommt jedes neue Ereignis eine neue Nummer, wenn die Aufzeichnung nicht länger als eine Minute dauert. Die aktuelle Ereignisnummer ist im Livebild links unten dargestellt. Sie ist 6stellig und reicht von 000000 bis 999999.

Wie oben schon erwähnt, unterscheidet die Kamera drei verschiedene Aufzeichnungsarten: Einzelbildaufzeichnung, Ereignisaufzeichnung und Daueraufzeichnung. Weiter unten wird auf jede dieser Aufzeichnungsmethoden eingegangen.

Die MOBOTIX-Kamera kann die Aufzeichnung bei ausgewählten Ereignissen starten, stoppen oder verlängern. Allerdings können Kameras der Modellreihen Web und Basic Aufzeichnungen nur starten, nicht aber verlängern.

Ablaufbeschreibung: Normale Aufzeichnung

Ablaufbeschreibung: Aufzeichnung verlängern

Diese Funktion wird nur ausgelöst, wenn in Aufzeichnung verlängern Ereignisse ausgewählt wurden. Bei Basic- und Web-Modellen steht diese Funktionalität nicht zur Verfügung.

Ablaufbeschreibung: Aufzeichnung beenden

Nachdem das letzte Bild des Ereignisses gespeichert wurde, wird das Ereignis Aufzeichnung beendet (RB) ausgelöst.

Anmerkungen:


Beschreibung der Parameter

Option Parameter
Visueller Alarm (VA)

Im Ereignisfall kann das Live-Bild durch eine grafische Hervorhebung gekennzeichnet werden. Sie können den Effekt sowie seine Farbe und die Dauer einstellen.

Zusätzlich können Sie die Alarmquittierung aktivieren, um Alarme manuell zu bestätigen und die grafische Hervorhebung wieder auszublenden.

Hinweis: Diese Funktionalität steht bei Web- und Basic-Modellen nicht zur Verfügung.

Aufzeichnung scharfschalten

Diese Option ermöglicht, die Aufzeichnungsfunktionen der Kamera zu deaktivieren (Standard ist Aktiviert) oder über den Schalteingang zu steuern.

Aktiviert Die Aufzeichnung ist immer scharf geschaltet. Das Aktionssymbol REC (siehe Aufzeichnung (REC) weiter unten) wird gelb dargestellt: REC.
Aus Die Aufzeichnung ist deaktiviert und es erfolgt keine Speicherung im internen Bildspeicher oder auf dem Dateiserver. Das Aktionssymbol REC (siehe Aufzeichnung (REC) weiter unten) wird grau dargestellt: REC.
SI Offen (High) Die Kamera zeichnet nur auf, wenn der Schalteingang geöffnet ist.
SI Geschlossen (Low) Die Kamera zeichnet nur auf, wenn der Schalteingang (z. B. durch einen Schlüsselschalter) geschlossen ist.
CS1, CS2, CS3, CS4, CS5, CSL Die Kamera zeichnet nur auf, wenn das entsprechende benutzerdefinierte Signal Wahr ist.
Vom Master Die Kamera zeichnet nur auf, wenn die Aufzeichnung der Master-Kamera scharfgeschaltet ist.

Das Aktionssymbol REC (siehe Aufzeichnung (REC) weiter unten) im Livebild unten rechts ist bei aktivierter Aufzeichnung gelb (REC). Bei ereignisgesteuerter Speicherung von Einzelbildern oder Ereignissen wird dieses Symbol türkis (REC) und nach Ende der Speicherung wieder gelb (REC). Bei Daueraufzeichnung ist das Aktionssymbol durchgängig grün: REC.

Wird die Scharfschaltung für die Aufzeichnung in diesem Dialog dauerhaft oder zeitweise deaktiviert, werden in diesem Zeitraum keine Alarme aufgezeichnet. Es erfolgt keine Bildspeicherung, die Ereignisnummer wird nicht mehr erhöht, das Aktionssymbol REC wird grau dargestellt: REC.

Wird die gesamte Ereignissteuerung im Dialog Allgemeine Ereigniseinstellungen dauerhaft deaktiviert (Aus), werden alle zugehörigen Ereignissymbole und Aktionssymbole im Livebild ausgeblendet.

Hinweis: Aktionen und Meldungen sind nicht an die Aufzeichnung gekoppelt und werden auch bei deaktivierter Aufzeichnung weiterhin von der Kamera ausgeführt.

Wochenprogramm

Soll die Kamera zeitgesteuert scharfgeschaltet werden, muss ein Wochenprogramm ausgewählt werden.

Aufzeichnung scharfschalten in diesem Dialog (s. o.) muss dazu Aktiviert sein, kann aber auch über die Optionen SI Geschlossen (Low) bzw. SI Offen (High) mit dem Schalteingang (z. B. einem Schlüsselschalter) kombiniert werden.

Digitale Signatur

Die aufgezeichneten Daten werden mit dem X.509 Zertifikat des Webservers signiert.

Aufzeichnungssymbol

In der oberen rechten Ecke des Bildes wird ein Aufzeichnungssymbol eingeblendet, dessen Farbe den aktuellen Aufzeichnungszustand darstellt:

  • Rot: Daueraufzeichnung ist aktiviert.
  • Rot blinkend: Ein Ereignis wird gerade aufgezeichnet.
  • Gelb: Die Aufzeichnung ist scharfgeschaltet, aber es wird gerade kein Ereignis aufgezeichnet.
  • Grün: Die Aufzeichnung ist deaktiviert und es erfolgt keine Speicherung im internen Bildspeicher oder auf dem Dateiserver.

Vollbildaufzeichnung

Ist diese Option aktiviert, wird das gesamte Sensorbild aufgezeichnet. Ansonsten bezieht sich die Aufzeichnung auf den sichtbaren Ausschnitt des Livebildes. Damit kann eine Aufzeichnung des gesamten Sensorbildes erfolgen, während das Livebild einen gezoomtem und geschwenkten Bildausschnitt zeigt. So lässt sich auch nachträglich noch feststellen, was sich zu einem bestimmten Zeitpunkt außerhalb des live überwachten Bildausschnitts ereignet hat.

Hinweise: Abhängig vom Kameramodell ist diese Funktion möglicherweise nicht verfügbar! Zur Speicheroptimierung kann die JPEG-Qualität bei großen Auflösungen automatisch begrenzt werden.
Aufzeichnungs-Stopp (TR)

Diese Funktion beendet die Aufzeichnung nach Eintritt der ausgewählten Ereignisse und nach Ablauf der Nachlaufzeit. Verwenden Sie diese Option beispielsweise, um gespeicherte Bilder oder Bildsequenzen nicht mehr zu überschreiben und die gespeicherten Bilder "einzufrieren".

  • Setzen Sie Aufzeichnungs-Stopp aktivieren auf Ein.
  • Wählen Sie als Stopp-Bedingung das Ereignis aus, bei dem die Aufzeichnung angehalten werden soll.

    Hinweis: Die ausgewählten Ereignisse müssen in den Ereigniseinstellungen aktiviert sein; deaktivierte Ereignisse sind entsprechend markiert.

  • Legen Sie die Nachlaufzeit vom Eintritt des Ereignisses bis zum Anhalten der Aktionsausführung fest.
  • Mit dem Softbutton Restart Actions oder dem Link in diesem Dialog kann die Aufzeichnung wieder aktiviert werden. (Weitere Informationen zu Softbuttons finden Sie in der Hilfe unter Eigene Softbuttons definieren.)

Bei aktiviertem Aufzeichnungs-Stopp wird das Aktionssymbol TR gelb dargestellt: TR.

Während der Nachlaufzeit werden im Livebild die verbleibenden Sekunden bis zum Stoppen der Aufzeichnung eingeblendet, das Aktionssymbol TR wird in dieser Zeit türkis.

Nach Ablauf der Zeit wird eine entsprechende Meldung in das Livebild eingeblendet, die Aufzeichnung wird angehalten und das Aktionssymbol TR wird grau.

Aufzeichnung (REC):

Einzelbildaufzeichnung

Die Einzelbildaufzeichnung speichert einzelne JPEG-Vollbilder ohne Audiodaten, wobei das Einzelbild-Intervall zwischen 0 Millisekunden und einem Bild in zehn Minuten eingestellt werden kann. Die Vorteile dieses Verfahrens bestehen im geringen Platzbedarf für das Einzelbild sowie dem möglichen großen Zeitabstand zwischen den einzelnen Bildern.

Im Auslieferungszustand speichert die Kamera zu jedem Ereignis eine Bildserie, die je nach Kameramodell die maximale Anzahl Vor- und Nachalarmbilder umfassen kann:

Modell Voralarmbilder Nachalarmbilder Bilder nach Aufzeichnung beenden
Web/Basic 3 3 -
IT 10 10 10
Secure 50 50 50

Um einen höheren Durchsatz auf dem Dateiserver zu erreichen, können Sie die Option Ereignis-Bildserie packen aktivieren. Das Alarmbild und alle Vor- und Nachalarmbilder werden dann in einer Clipdatei zusammengefasst, wodurch die Anzahl der Dateioperationen auf dem Server deutlich reduziert wird.

Um mit der Bildserie einen längeren Zeitraum (bis zu zehn Minuten) abzudecken, legen Sie einen entsprechend hohen Wert für das Einzelbild-Intervall fest.

Hinweise:

  • Das Ereignisbild zu einem erkannten Ereignis (Alarmbild) wird immer gespeichert.
  • Es kann aufgrund des Speicherplatzbedarfs der Vor- und Nachalarmbilder (z. B. bei Auflösung 1280x960) dazu kommen, dass die eingestellte Anzahl von Bildern nicht erreicht wird. Führen Sie in diesem Fall eine oder mehrere der im Folgenden aufgeführten Maßnahmen durch:

    • Reduzieren Sie im Dialog JPEG-Einstellungen den Wert der JPEG-Qualität.
    • Reduzieren Sie im Dialog Allgemeine Bildeinstellungen die Auflösung, um die für die Voralarmbilder vorzuhaltende Datenmenge zu verringern.
    • Erhöhen Sie die Aufzeichnungstotzeit, wenn Alarme dicht aufeinander folgen, da ein neuer Alarm die Voralarmbilder des vorherigen überschreibt.
    • Wählen Sie für Aufzeichnung verlängern Alle Ereignisse, um zusammengehörende Ereignisse unter der gleichen Ereignisnummer zu erfassen.
    • Reduzieren Sie die Anzahl der Vor- und Nachalarmbilder und tragen Sie einen höheren Wert für das Einzelbild-Intervall ein.

Aufzeichnung (REC):

Ereignisaufzeichnung

Hinweis: Die Ereignisaufzeichnung ist nur für Secure-Kameras verfügbar.

Die Ereignisaufzeichnung speichert MxPEG-Clips (M00001.jpg, M00002.jpg, ...; jeweils max. zehn Sekunden Länge), die optional Audiodaten enthalten können (Option: Audiodaten aufzeichnen). Der Vorteil dieses Aufzeichnungsverfahrens ist zum Einen eine enorme Effizienzsteigerung bei der Aufzeichnung, die den aufzeichnenden Server/PC entlastet (so können bis zu 100 Kameras auf einem einzigen Standard-PC (P4, 3 GHz) aufzeichnen). Zum anderen erlaubt dieses Verfahren auch, die Audiodaten der Kamera lippensynchron aufzuzeichnen.

Bildrate: Die MxPEG-Clips können mit der maximalen Ereignis-Bildrate aus dem Livebild aufgezeichnet werden, jedoch nicht langsamer als ein Bild alle fünf Sekunden. Dabei werden Audiodaten jedoch durchgängig und mit gleichbleibender Qualität aufgezeichnet.

Die Aufzeichnungsdauer vor Ereignis ist auf maximal fünf Sekunden begrenzt. Weitere Ereignisse während einer Aufzeichnung werden als zusätzliche JPEG-Vollbilder (E00001.jpg, E00002.jpg, ...) gespeichert.

Mehrfach-Ereignisse: Beträgt die Aufzeichnungdauer eines Ereignisses länger als fünf Minuten, oder nimmt der Speicherbedarf für ein Ereignis mehr als 40% des internen Bildspeichers ein, wird das Ereignis geteilt. Die Aufzeichnung wird dann mit einer neuen Ereignisnummer fortgesetzt.

Hinweise:

  • Bei der Ereignisaufzeichnung wird mit Beginn der Aufzeichnung das Ereignis Aufzeichnungsbeginn (RB) ausgelöst.
  • Das Ereignis Aufzeichnungsende (RE) wird nach Ende der Ereignisphase (inklusive etwaiger Verlängerungen) ausgelöst.

Aufzeichnung (REC):

Daueraufzeichnung

Hinweis: Die Daueraufzeichnung ist nur für Secure-Kameras verfügbar.

Die Daueraufzeichnung speichert permanent MxPEG-Clips (M00001.jpg, M00002.jpg, ...), optional mit Audiodaten (Option: Audiodaten aufzeichnen). Der Vorteil dieses Aufzeichnungsverfahrens liegt in der Daueraufzeichnung mit reduzierter Bildrate und kontinuierlichem Audio sowie dem automatischen Hochfahren der Bildrate, wenn ein Ereignis erkannt wird.

Jede Minute wird die Ereignisnummer automatisch erhöht und speichert somit jeweils 60 Sekunden pro Ereignisordner. Das erste Ereignisbild E00000.jpg im Ereignisordner ist dabei in der Regel nur ein Minutenbild. Wird während der Daueraufzeichnung ein Ereignis erkannt, wird keine neue Ereignisnummer vergeben. Es wird lediglich ein weiteres Ereignisbild gespeichert und optional die Bildrate (bis zur maximalen Bildrate) erhöht.

Bildrate: Es kann mit zwei unterschiedlichen Bildraten aufgezeichnet werden. Während der Überwachungsphase kann, um große Datenmengen zu vermeiden, mit einer geringeren Bildrate aufgezeichnet werden (Bildrate der Daueraufzeichnung). Im Alarmfall wird auf die schnellere Ereignis-Bildrate umgeschaltet, um das Geschehen lückenlos zu speichern. Wie bei der Ereignisaufzeichnung können zusätzlich Audiodaten durchgängig und mit gleichbleibender Qualität aufgezeichnet werden.

Hinweise:

  • Bei der Daueraufzeichnung wird das Ereignis Aufzeichnungsbeginn (RB) nur ausgelöst, wenn eines der in Aufzeichnung starten ausgewählten Ereignisse eintritt.
  • Das Ereignis Aufzeichnungsende (RE) wird analog zur Ereignisaufzeichnung nach Ende der Ereignisphase (inklusive etwaiger Verlängerungen) ausgelöst.
Historienbilder (HR)

Diese Funktion lässt neben der ereignisgesteuerten Aufzeichnung eine langsamere Historien-Aufzeichnung zu. Die Historienbilder werden als einzelne JPEG-Vollbilder (E00000.jpg) mit einer eigenen Ereignisnummer gespeichert.

Für ein Historienbild wird eine laufende Aufzeichnung nicht unterbrochen oder abgebrochen.

Bildprofil für Historienbilder: Für die Historienbilder kann ein anderes Bildformat gewählt werden. Einstellungen dazu können im Dialog Bildprofile vorgenommen werden.


Konfiguration sichern

Klicken Sie auf Setzen, um die Einstellungen zu aktivieren und bis zum nächsten Neustart der Kamera zu sichern.

Klicken Sie auf Voreinstellung, um diesen Dialog auf die werkseitigen Voreinstellungen zurückzusetzen (dieser Button wird nicht in allen Dialogen angezeigt).

Klicken Sie auf Zurückholen, um alle Änderungen seit dem letzten permanenten Speichern der Konfiguration zu verwerfen.

Beenden Sie den Dialog durch Klick auf Schließen. Hierbei wird geprüft, ob Änderungen der Gesamtkonfiguration vorliegen. Ist dies der Fall, werden Sie gefragt, ob die Gesamtkonfiguration dauerhaft gesichert werden soll.

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